Reisevorschau 2017

 

Lieber Reisegast!

 

Kann es für meine österreichische Heimat eine treffendere Beschreibung geben als die folgende:

 

„Wer Österreich durchwandert, spricht:

Ist’s auch der Himmel selber nicht,

so ist’s doch ein Stück Paradies,

das Gott vom Himmel fallen ließ.“

 

Mit diesen wunderbaren Worten hat der steirische Heimatdichter, Augustiner-Chorherr und Priester Dr. h.c. Ottokar Kernstock (1848 - 1928) unsere österreichische Heimat umschrieben. Was aber für die nunmehrige Republik Österreich gilt, hat auch für jedes ihrer neun Bundesländer Gültigkeit. Somit also auch für meine engere Heimat Tirol, in der es doch unendlich viel Schönes und Interessantes zu sehen und auch zu erleben gibt.

 

Ich entführe als Reiseleiter meine Tiroler Gäste zu nahen oder fernen Zielen, um dortige Besonderheiten zu vermitteln. Seit einigen Jahren bin ich aber mehr noch bemüht, auswärtigen Gästen, die meine engere Heimat besuchen, einen Einblick in das „Land im Gebirge“, wie Tirol seinerzeit genannt worden ist, zu bieten. Überaus vielfältige Landschaftsformen von stillen Tälern und romantisch gelegenen glasklaren Seen bis zur mächtigen Bergwelt gilt es genauso zu bewundern wie einmalige Bauwerke in Stadt und Land sowie Errungenschaften der Technik. Aber auch die Kunst in ihren vielfältigen Prägungen stellt einen der Hauptanziehungspunkte dar, wobei die Musik im Vordergrund steht. Nicht zu vergessen die Hotellerie mit ihrer einmaligen heimischen und fremdländischen Kochkunst sowie der Sommer- und Wintersport.

 

Der folgende Bildbericht, der vielleicht weniger eine Reisevorschau für das Jahr 2017 beinhaltet als vielmehr einen Rückblick auf Erlebnisse im Jahre 2016, die ich meinen Gästen hiermit in Erinnerung rufe, darstellt, bringt Bilder aus meiner engeren Heimat mit entsprechenden Erklärungen. Hinsichtlich der Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungen, die ich jedes Jahr zeige bzw. besuche, darf ich auch auf meine Ausführungen in den Reisevorschauen 2014 bis 2016 verweisen, um nicht den mir selbst gestellten Rahmen zu sprengen.

 

Da Tirol erdkundlich im europäischen Mittelpunkt unserer christlich-abendländischen Kultur liegt, hätte Ottokar Kernstock bestimmt seine Freude, daß ich als erstes Bild ein Kruzifix bringe, das ich mit meinen Gästen bei einer Wanderung nahe dem Achensee entdeckt habe. Da habe ich ihnen das vom Vogtländer Julius Mosen gedichtete Andreas-Hofer-Lied, das seit 1948 Tiroler Landeshymne ist, zitieren müssen, in deren zweiter Strophe der Refrain lautet: „Im heil’gen Land Tirol“.

 


   

  



Bleiben wir beim Achensee, dem größten See des Bundeslandes Tirol. Zu ihm führt von Jenbach im Inntal aus nämlich seit dem Jahre 1889 die älteste immer noch ausschließlich mit Dampf betriebene Zahnradbahn der Welt, die problemlos die Höchststeigung von 16 % schafft. An der Endstation in Seespitz kann direkt in eines der feinen Schiffe der Achenseeschiffahrt umgestiegen werden. Nach dem Umbau der MS Tirol, die sich nunmehr in neuem Kleid präsentiert, ist 2016 das neueste Schiff, nämlich die MS Achensee, zur Flotte gestoßen. Mit diesem bin ich noch nicht gefahren, habe aber für heuer Fahrten vor.

 


 

      


 

 

 

Bei der erwähnten Wanderung am Achensee sind wir auf der „Straße der Lieder“ gewandelt. Wo sonst kann man etwa die Heimatliebe ausgeprägter finden als hier? Hier ist es selbstverständlich, daß sich jeder Tiroler seiner Geschichte bewußt ist und daß kein Fremdwort einfließt. Den oft von weit her kommenden Gast soll das Ursprüngliche und somit das für Tirol Typische erwarten, nicht aber eine Unterwerfung unter fremde Sprachen oder sogar fremde Kulturen wie ansonsten als angeblich „modern“ vielfach in der Welt