Reisetermine 2018

 

Lieber Reisegast!

 

Auch im Reisejahr 2017 habe ich meine Gäste mit einer Reihe schöner Kulturreisen und interessanter Tagesausflüge erfreuen können. Das von Innsbruck weitest entfernte Reiseziel ist Amsterdam gewesen, doch halte ich seit einigen Jahren aber nur Erlebnisse in meiner Tiroler Heimat fest.

 

Wie in den vergangenen Jahren gebe ich Hinweise auf zu erwartende Veranstaltungen, die sich zum Teil wiederholen, gestalte aber wieder für meine Gäste einen Rückblick über das Jahr 2017, in dem ich etliche neue Vorhaben habe verwirklichen können.

 

Im folgenden Streifzug bringe ich das in Wort und Bild, was meine Gäste an Tirol lieben: Kultur und Natur, Sport und Technik, aber auch das Kulinarische in feinen Hotels und Restaurants.

 

Schon bald nach Jahresbeginn ein festlicher Höhepunkt, nämlich der Neujahrsempfang der Tiroler Wirtschaftskammer. Einerseits für mich als Pflichtmitglied der Streifzug durch die Erfolgsgeschichte des Jahres 2016, andererseits nette Gespräche mit vielen Gästen meiner Reisen, die als Gewerbetreibende ebenfalls dort organisiert sind. Das kulturelle Erlebnis dabei ist aber der so herzerfrischende Auftritt der Wiltener Sängerknaben gewesen. Die Gesangsdarbietungen zu Donauwalzer und Radetzkymarsch etwa haben im Festsaal der Tiroler Wirtschaftskammer einen Sturm der Begeisterung hervorgerufen.

 


     



Mit den beiden folgenden Sportveranstaltungen bleibe ich noch im Jänner, dann aber halte ich die Reihenfolge der Erlebnisse nicht immer ein, um Zueinanderpassendes gemeinsam zu bringen.

 

Die liebliche Kleinstadt Kitzbühel versteht es, zu jeder Jahreszeit Besucher anzuziehen. Besonders begeistern aber gewisse Veranstaltungen im Winter und auch im Sommer. Das Hahnenkammwochenende ist in den Jahren, in denen in Österreich nicht noch größere Schiveranstaltungen stattfinden, der heimische Höhepunkt im Schiweltcup.

 

Vom 20. bis 22. Jänner 2017 hat in Kitzbühel das 77. Hahnenkammrennen stattgefunden, wobei der zu diesem Zeitpunkt bereits fünffache Gesamtweltcupsieger Marcel Hirscher den Torlauf für sich hat entscheiden können. Das sportliche Talent hat er nicht nur von seinem aus dem Bundesland Salzburg stammenden Vater mitbekommen sondern auch von seiner Mutter aus dem Königreich der Niederlande.

 


 

      


 

 

 

Im Jänner 2017 haben in Innsbruck die Weltmeisterschaften im Rodeln stattgefunden. Die feierliche Eröffnung vor dem Goldenen Dachl, dem Innsbrucker Wahrzeichen, vor dem vor einem halben Jahrtausend Ritterturniere stattgefunden haben, hat meinen Gästen die Verbindung von Geschichte und sportlicher Gegenwart vor Augen geführt.

 

 

  

 

 

Jedes Jahr im Februar wird in fast allen Staaten der Welt der „Welttag der Fremdenführer“ abgehalten. Wir Fremdenführer stellen uns dabei in den Dienst einer guten Sache und zeigen Einheimischen und Fremden vor allem kunsthistorische Besonderheiten, nämlich Bekanntes und der Allgemeinheit oft auch völlig Unbekanntes. Dabei verzichten wir gerne auf jegliches Honorar, die freiwilligen Spenden kommen echt hilfsbedürftigen Tirolern zugute. Ich habe durch das Tirol Panorama geführt und anschließend mit einigen Gästen unserem Tiroler Freiheitshelden Andreas Hofer die Referenz erwiesen.

 

 

  

 

Im Tirol Panorama habe ich zwei Szenen aus der dritten Bergiselschlacht, in der die Tiroler Schützen die Truppen Kaiser Napoleons und seiner Verbündeten besiegt haben, im Bild festgehalten. Sodann bin ich also noch mit dem Rest der Gruppe zum Andreas-Hofer-Denkmal gegangen. Dieses Denkmal mit der Inschrift „Für Gott, Kaiser und Vaterland“ ist 1893 in Anwesenheit des Kaisers feierlich enthüllt worden. Das Gruppenbild ist zwar mit meiner Digitalcamera aufgenommen worden, der Photograph ist Herr Peter Obermoser vom Innsbrucker Verschönerungsverein gewesen. Er hat Herrn Hermann Hell, den Obmann dieses Vereins, sowie einige Vereinsmitglieder mit mir ins Bild gebracht zur Erinnerung, daß hinsichtlich Weitergabe von Wissenswertem sowohl beim Innsbrucker Verschönerungsverein als auch bei den Fremdenführern ein Gleichklang besteht.

 

Da ich an besagtem „Welttag der Fremdenführer“ fünf Jahre hintereinander durch das Tirol Panorama geführt habe, habe ich mir für heuer ein anderes Betätigungsfeld gesucht. Ich werde am 24. Februar 2018 ab 14.30 Uhr in Kitzbühel Interessantes über die „Gamsstadt“ erzählen. Bei einem kleinen Stadtrundgang vom Geburtshaus des dreifachen Olympiasiegers und siebenfachen Weltmeisters Toni Sailer bis zu seiner letzten Ruhestätte werde ich über Sport im allgemeinen und den Schisport im besonderen informieren, aber natürlich auch über Geschichte und Kultur. Treffpunkt: Stadtbrunnen (mit Kaiser Maximilian) vor dem Kitzbühel Tourismus (Kitzbühel, Hinterstadt 18). Die Spenden werden wieder einem Tiroler Hilfsbedürftigen zufließen (Die meisten der etwa 50 kostenlosen Führungen werden in Innsbruck stattfinden, aber auch einige andere Tiroler Gemeinden haben Interessantes zu bieten. Die Faltblätter mit den Terminen liegen bei der Innsbruck-Information auf, aber auch in vielen anderen Tourismus-Informationen und in Hotels).

 

 

  

 

 

 

Bleiben wir in Kitzbühel. Schifahren, Eishockey, Tennis (Dominik Thiem, derzeit Fünfter in der Weltrangliste, wird 2018 in Kitzbühel dabei sein!) und Golf sind nur einige Sportarten, die in der „Stadt der Reichen und Schönen“ ausgeübt werden können. Wer mit offenen Augen durch die Stadt bummelt, entdeckt eine Lüftlmalerei, die so ganz zur Einstellung der Kitzbüheler paßt. Vor einiger Zeit soll der Kaufpreis für das teuerste private Luxusanwesen über € 23.000.000.-- betragen haben - da spielen doch € 1.649.-- für ein Paar Schuhe keine Rolle. Der Charme der so lieblichen Kleinstadt liegt im Nebeneinander von in die Landschaft passenden Bauten und der noch immer gegebenen ländlichen Idylle.

 

 

  

 

 

In der Musik hat sich die Stadt Kitzbühel einen ganz besonderen Namen gemacht. Die einen himmeln Hansi Hinterseer an, die anderen verehren Elina Garanca. Jeder kann aber mit Begeisterung über seine Erlebnisse erzählen. Zum ersten Mal habe ich heuer Gelegenheit gehabt, meinen Gästen das Konzert der wunderbaren lettischen Mezzosopranistin zu vermitteln. Die Begeisterung hat keine Grenzen gekannt. Die Unterbrechung des Freiluftkonzerts wegen eines gewaltigen Platzregens hat der Stimmung keinen Abbruch getan.  Das nächste Konzert „Klassik in den Alpen - Elina Garanca“ wird am 7. Juli 2018 in Kitzbühel stattfinden.

 

 

 

   

 

Von Kitzbühel ist es nicht weit nach Kufstein. Im Juni findet dort das traditionelle Kaiserfest statt, 2017 zum 39. Mal. Über der Stadt erhebt sich die gewaltige Festung Geroldseck, deren Nachbildung auf einem Festwagen zu bewundern ist. Die Verbindung zu Bayern zeigt sich ganz deutlich, da dieser Festwagen beim Umzug zur Eröffnung des Münchner Oktoberfestes 2017 mitgeführt worden ist. Die vielen Musikkapellen, unter anderem die Knappenmusik Bad Häring mit ihren feschen Marketenderinnen, unterstreichen beim Kaiserfest, daß Tirol ein „Musikland“ ist.

 

 

 

  

 

 

Ein weiterer „Pflichtbesuch“ in der „Perle am Inn“ ist dem Operettensommer gewidmet. In der Josefsburg, dem überdachten Freigelände der Festungsanlage, werden jedes Jahr im Sommer erfrischende Inszenierungen von Operetten oder Musicals gebracht. Entweder auf dem Kaiserjägerweg (mit wunderschönem Blick auf die imposante Festungsanlage), mit der Panoramabahn oder dem Lift kann das Festspielgelände erreicht werden. 2017 ist die Operette „Der Zigeunerbaron“ von Johann Strauß Sohn mit großem Erfolg gebracht worden. Das  begeisterte Publikum hat natürlich dafür Verständnis aufgebracht, daß auf einer kleinen Freilichtbühne nie die technischen Raffinessen gegeben sein können wie etwa auf Drehbühnen großer Musikhäuser. An das während der ganzen Aufführung geltende Photographierverbot habe ich mich gehalten und erst während des anhaltenden Beifalls die Bühne mit den Sängern im Bild festgehalten. Auch für das Musical Anatevka“ (3. bis 18. August 2018) ist der Erfolg garantiert.

 

 

 

 

 

280 km fließt der Inn durch Tirol. Nur ein paar Kilometer flußaufwärts von Kufstein kann ich meinen Gästen etwas bieten, was in der Welt vielleicht einmalig ist. Der „Lustige Friedhof“ in Kramsach ist einer Idee Hans Guggenbergers, Steinmetz und Kunstschmied, entsprungen. Auf seiner baumbestandenen Liegenschaft sind äußerst romantisch Grabkreuze aufgestellt, die er in ganz Tirol zusammengetragen hat. Das Besondere ist, daß in diesem Friedhof niemand bestattet ist und daß es sich bei den Grabkreuzen ausnahmslos um Originale handelt. Im Jahre 2007 hat Hans Guggenberger das Weltfriedenskreuz aufgestellt, dessen erklärende Schrift die innere Ruhe für den Friedhofsbesuch vermittelt.

 

 

 

  

  

 

 

Wieder ein paar Kilometer flußaufwärts kann ich meinen am Eisenbahnwesen interessierten Gästen in Jenbach eine einmalige Besonderheit bieten. Im Bahnhof dieser Ortschaft kommen Schienenfahrzeuge dreier verschiedener Spurweiten zusammen. Die Westbahnstrecke der Österreichischen Bundesbahnen hat die normale Spurweite von 1.435 mm (= 4’11.8’’), die Zahnradbahn zum Achensee eine solche von 1.000 mm und schließlich die nach Mayrhofen im Zillertal führende Schmalspurbahn eine solche von 760 mm.

 

Um mit lieben Gästen am 12. März 2017 meinen Geburtstag auf dem neuesten Schiff der Achenseeschiffahrt, der MS „Achensee“, zu feiern, haben wir allerdings nicht mit der Zahnradbahn zum Achensee hinauffahren können, da diese Bahn keinen Winterbetrieb hat. Vom Wintersteg hinter der Werft in Pertisau sind wir dann nach dem Empfang durch Frau Kapitän Daniela Neuhauser „in See gestochen“.

 

  

 

 

Es ist meine erste Fahrt mit diesem wunderbaren Erlebnisschiff gewesen, dessen Innengestaltung nach Ideen von Frau Kapitän Neuhauser vorgenommen worden ist. Schon auf der Speisekarte wird über den geschichtlichen Bezug des neuen Schiffes zum Achensee informiert. Das bewußte Langsamfahren läßt durch die Panoramafenster die Gaisalm erkennen, nämlich die einzige Alm auf der Welt, die mit einem Schiff erreicht werden kann. Im Schiffsinneren können die vielen liebevollen Einzelheiten der Gestaltung mit dem unverkennbaren Bezug zur Geschichte bewundert werden.        

 

 

      

 

 

Das kalte und warme Buffet auf den beiden Decks des mit fünfhundert Gästen ausgebuchten Schiffes sowie die Erfüllung von Sonderwünschen dieser Sonntagsfahrt haben alle Erwartungen übertroffen. Bis auf Brotbacken können all’ die feinen Speisen an Bord zubereitet werden.

 

 

 

      

 

 

Und dann hat mir Frau Kapitän Daniela Neuhauser mit Mitgliedern der Mannschaft im Schlepptau herzlich gratuliert, die Bordkapelle hat mir ein Ständchen gebracht, die riesige Sachertorte ist in kleine Stücke geteilt worden. Von dieser mich rührenden Begebenheit habe ich vor lauter Überraschung allerdings keine Bilder gemacht. Erst das Abbrennen der Wunderkerze hat mich wieder „zurückgeholt“.

 

 

  

 

 

Nach der dreistündigen gemütlichen und überaus „kalorienreichen“ Schiffahrt noch ein Blick auf die weiteren beiden großen Schiffe der Achenseeschiffahrt, nämlich die MS „Tirol“ und die MS „Stadt Innsbruck“, die den Winter über im Trockenen in der Werft liegen.

 

 

 

  

 

 

Mehrmals bin ich noch mit verschiedenen Schiffen der Achenseeschiffahrt gefahren, wobei sich ein Erlebnis an das andere gereiht hat. Auf jeder Fahrt mit der MS „Achensee“ werden die Gäste mit heimischer Musik unterhalten. Bei der Fahrt am Ostersonntag habe ich im festlich geschmückten Schiff die Osterhasen gezählt - bei einer hohen dreistelligen Zahl habe ich allerdings mit dem Zählen aufgehört und lieber die so angenehme Schiffahrt genossen.

 

 

  

 

 

Zurück nach Jenbach. Wie vor einem Jahr angekündigt, habe ich im Sommer eine Fahrt mit dem Dampfzug der Zillertalbahn organisiert. Es ist ein feines Gefühl, von einem schnaubenden Dampfroß die ebene Strecke von Jenbach nach Mayrhofen gezogen zu werden. Dabei ist wohl übertrieben, wenn berichtet wird, daß der Zug so langsam unterwegs ist, daß der Fahrgast unterwegs abspringen, neben dem Bahndamm Blumen pflücken und dann wieder aufspringen kann. Aber so richtig gemütlich fährt der Zug doch.

 

 

 

  

 

 

Die im Jahre 1902 in Betrieb genommene Zillertalbahn, worauf die Gedenktafel im Bahnhof Zell am Ziller hinweist, hat Freunde in aller Welt. Vor allem die Fahrten mit dem Dampfzug sind bei großen Gruppen beliebt, wie ich im Bahnhof Fügen habe feststellen können. Die Spurweite von 760 mm ist die sogenannte „bosnische Spur“ wie sie auch bei der Pinzgaubahn von Zell am See nach Krimml gegeben ist.

 

 

  

 

 

Von Mayrhofen aus führt die mautpflichtige Schlegeis Alpenstraße zum Schlegeisstausee in eine Höhe von 1.782 m über dem Meer. Einerseits atemberaubend ist von dort der Blick auf viele weit über 3.000 m hohe vergletscherte Berge. Andererseits aber die Möglichkeit, eine Führung durch das Innere der 131 m hohen und 725 m langen Staumauer, die eine maximale Breite von 34 m aufweist und deren Bau etwa eine Million Kubikmeter Beton verschlungen hat, mitzumachen. Aber das wohl Faszinierendste ist der erste Klettersteig weltweit an einer Staumauer! Jedermann, der körperlich ertüchtigt und vor allem schwindelfrei ist, kann den Klettersteig bewältigen.

 

 

 

Kehren wir noch einmal nach Jenbach zurück. Unter dem Titel „Nostalgie mit Dampf“ hat die Achenseebahn Mondlicht-Dampffahrten veranstaltet, wobei die Fahrten von Jenbach lediglich bis Maurach gegangen sind. Dort hat es auf der Terrasse des Gasthofes Kirchenwirt nach einem feinen Menü einen Tiroler Abend gegeben, welcher vor allem von den Damen weit nördlich der Alpen mit Begeisterung verfolgt worden ist. Die Rückfahrt nach Jenbach ist dann bei völliger Dunkelheit erfolgt - ein einmaliges romantisches Erlebnis. Die Sonderfahrkarten für diese Fahrt haben folgende Information enthalten:

 

Baujahr der Lokomotive:              1889

Sitzplätze der 2 Personenwagen:   je 55 (bei der ersten Fahrt nur ein Wagen)

Maximalsteigung:                         16 %

Streckenlänge:                               6.7 km (allerdings bis Seespitz), 3.2 km Zahnstange

Kohleverbrauch pro Fahrt:            350 kg Steinkohle (pro Person: 3.2 kg)

Wasserverbrauch:                          3 m³

Heizer:                                           3 Liter (!)

 

 

  

 

 

Zum Frühling im Innsbrucker Hofgarten. Wenn ich nämlich vom Busparkplatz Gäste abhole und wir etwa zum Goldenen Dachl gehen, queren wir den Hofgarten in all’ seiner Blütenpracht. Und vor dem Innsbrucker Wahrzeichen ein buntes Leben und Treiben genauso wie in der Maria-Theresien-Straße vor der Annasäule, wo das Volk mit riesigen Seifenblasen unterhalten wird.

 

 

 

  

 

 

 

 

Ein Besuch bei Swarovski in der Herzog-Friedrich-Straße darf natürlich nicht fehlen. Nach dem freundlichen Empfang eine Einführung in das Werk des indischen Designers Manish Arora. Unter dem Titel „life is beautiful“ hat er exklusiv für die Swarovski Kristallwelten an den drei Standorten Wattens, Innsbruck und Wien äußerst ausdrucksstarke und farbenfrohe Inszenierungen geschaffen. Die im Schaufenster zu sehenden Tiere sind in Indien gestaltet und anschließend in Handarbeit mit Swarovski Kristallen „kristallisiert“ worden.

 

 

 

 

 

 

So wie „Swarovski“ ist nicht nur für Innsbrucker auch „Grassmayr“ ein Begriff. Wenn ich mit meinen Gästen von der Maria-Theresien-Straße nach Süden wandere, kommen wir zu der im Jahre 1599 gegründeten Glockengießerei Grassmayr. Im April 2017 hat es sich Herr KR Christof Grassmayr als  d e r  Fachmann nicht nehmen lassen, persönlich den staunenden Besuchern die für die Kathedrale „Der Erlösung des Volkes“ in Bukarest gegossene Glocke vorzuführen. Mit ihren 25.190 kg ist sie nicht nur die größte in Innsbruck bisher gegossene Glocke sondern nunmehr die größte freischwingende Kirchenglocke der Welt.  

 

 

 

  

 

 

 

Von der Glockengießerei schweift der Blick nach Süden zur Berg-Isel-Sprungschanze, die ich vor allem im Sommer mit meinen Gästen besuche. Dabei fasziniert einerseits das „Trockentraining“, andererseits aber der Blick in das Museum, in dem Sprunggeschichte lebendig wird. Im Stiegenhaus des Sprungturms lassen die Bilder vieler einstiger Sportgrößen, die auch in Innsbruck erfolgreich gewesen sind, Erinnerungen wach werden.

 

 

 

  

 

 

 

 

 

Genauso wie der Schisprungsport in Innsbruck zu jeder Jahreszeit ausgeübt werden kann, kann auch „geklettert“ werden. Im Spätsommer hat im neuen Kletterzentrum die Jugend- und Junioren-Weltmeisterschaft stattgefunden, wobei sich die Anlage voll bewährt hat. Sie steht daher für weitere Großereignisse zur Verfügung, unter anderem für die IFSC-Kletter-Weltmeisterschaft vom 6. bis 16. September 2018 in Innsbruck.

 

 

 

 

  

 

 

 

Vom 22. bis 30. September 2018 findet dann in Tirol die Weltmeisterschaft im Radfahren statt, wobei Innsbruck als vielfacher Zielort vorgesehen ist. Mit 4.670 Höhenmetern ist die Strecke bergig wie selten zuvor. Als kleinen Vorgeschmack hat es 2017 etliche Straßenrennen gegeben, unter anderem am 24. August im Ötztal.

 

 

 

 

 

 

So wie in Tirol fast jede Sommer- und Wintersportart ausgeübt werden kann, sodaß also Tirol als ein Sportland bezeichnet werden kann, so ist Tirol auch ein Musikland. Diese Bezeichnung hat unser Landeshauptmann Günther Platter geprägt und mehrfach verwendet. Wenn es seine Zeit zuläßt, sind für ihn Aufmärsche der Schützenkompanien und Konzerte unserer Blasmusikkapellen, vor allem in Verbindung mit den Traditionsvereinen, die Gelegenheit, seine Verbundenheit mit der geschichtsbewußten Bevölkerung zu zeigen. Beim zweitägigen Treffen der österreichischen Polizeimusikkapellen in Innsbruck habe ich ihn mit dem Innenminister Mag. Wolfgang Sobotka auf dem Landhausplatz beim Abschreiten der Ehrenformation der Schützenkompanie Thaur im Bild festhalten können. Der Innenminister - er hat im Rahmen seiner Studien auch Dirigieren gelernt - hat dann seine „Macht über die Polizeibeamten“ am Dirigentenpult unter Beweis gestellt. Der Abmarsch der Kapellen und der Traditionsvereine ist über Innsbrucks Prachtstraße erfolgt.

 

 

  

 

 

 

 

Kleine aber feine Veranstaltungen bietet regelmäßig der Turmbund, die Gesellschaft für Literatur und Kunst. Im Jahre 2017 hat wieder der italienische Akkordeonvirtuose Mariano Saccol gastiert, wobei sein begeisternder Auftritt von Gertraud Patterer literarisch umrahmt worden ist. Ich habe die beiden sowie Präsident Jordan mit Gattin im Bild festgehalten. Am 29. April 2018 wird der Künstler wieder in Innsbruck gastieren und ab 11.00 Uhr im Hotel Grauer Bär sein grandioses Können mit dem Akkordeon unter Beweis stellen.

 

 

 

 

 

Immer mit Musik verbunden sind auch die Aufmärsche unserer Schützen. Nicht nur wir Tiroler freuen uns an der gelebten Tradition, auch die Besucher aus dem In- und Ausland sind begeistert. Mit vielen meiner Gäste habe ich Veranstaltungen besucht. Ich greife hier den Schützentag heraus, an dem der Bund der Tiroler Schützenkompanien im Bewußtsein der historischen Verpflichtung für Land und Leute für die Tiroler Identität eingetreten ist als Bewahrer und Hüter unserer Kultur. Vor der Generaldecharge macht der befehligende Schützenoffizier Meldung an den Herrn Landeshauptmann. Auch bei dieser Feier hat sich ein Gast „aus dem Norden“ begeistert darüber geäußert, wie volksnah unser Landeshauptmann ist.

 

  

 

 

 

 

Aus dem Innsbrucker Musikleben auch nicht mehr wegzudenken sind die von Herrn Alois Schöpf ins Leben gerufenen Promenadenkonzerte. Vor den immer wieder mit Begeisterung aufgenommenen Darbietungen im Innenhof der Kaiserlichen Hofburg werden Einheimische und Touristen noch auf dem Platz vor dem Goldenen Dachl vor allem mit altösterreichischen Märschen in Stimmung versetzt. Vielen Innsbruckern ist noch das Gebirgsmusikkorps Garmisch-Partenkirchen unter dem Dirigenten Christoph Scheibling in Erinnerung. Dieser Vollblutmusiker leitet nun mit gleichem Erfolg das Musikkorps der Bundeswehr Deutschland, welches herzlich in Innsbruck aufgenommen worden ist. Auf den augenscheinlichen Unterschied zwischen Uniform und Konzertuniform habe ich meine Gäste nicht gesondert hinweisen müssen.

 

 

   

 

 

Gern gesehen und gehört ist wieder die Südtiroler Musikkapelle Peter Mayr Pfeffersberg, beobachtet auf dem Weg in den Innenhof der Kaiserlichen Hofburg und dann beim Konzert.

 

 

  

 

 

 

Neben den Promenadenkonzerten, die heuer zum 24. Mal und zwar vom 2. bis 29. Juli 2018 mit Spitzenorchestern aus sieben Staaten stattfinden, gehört noch etwas wohl Einmaliges zum Innsbrucker Musikleben. Aufg’horcht, eine Veranstaltung des Tiroler Volksmusikvereins, findet jedes Jahr im Frühherbst statt. Auf verschiedenen Plätzen in Innsbruck, aber auch in Kaufhäusern und in den Rathausgalerien, wird gleichzeitig gespielt, gesungen und getanzt. Die ganze Innenstadt ist mit Musik erfüllt.

 

Eine Musikgruppe am Nordende der Maria-Theresien-Straße hat beim Spielen eine Zwangspause einlegen müssen. Das Rumpeln eines weit über einhundert Jahre alten und nur für Sonderfahrten eingesetzten Straßenbahntriebwagens hätte nämlich die Musik übertönt.

 

 

 

  

 

 

Vor allem bei Touristen aus dem fernen Osten ist es beliebt, sich mit Einheimischen in Tracht oder Uniform photographieren zu lassen, aber auch zusammen mit Sängern oder Musikanten.

 

 

 

   

 

Die Alphornbläser haben den Platz vor dem Goldenen Dachl räumen müssen, um den Weg frei zu machen für ein „Gustostückerl“, das sich der Landestrachtenverband Tirol im Rahmen von „Aufg’horcht“ hat einfallen lassen. Unter Führung der Herren Nachtschatten und Gredler mit ihren Damen sind hunderte in einheimischer Tracht gekleidete Tiroler durch die Herzog-Friedrich-Straße marschiert und haben vor dem Innsbrucker Wahrzeichen zuerst verschiedene Schrittkombinationen gezeigt. Dann aber ist der ganze Platz die wohl größte Tanzfläche Tirols geworden, wobei die Musikanten dort aufgespielt haben, wo vor einem halben Jahrtausend unserem Kaiser Maximilian I. zugejubelt worden ist.

 

 

 

  

 

 

 

Aber nicht nur im Freien wird musiziert. Das Innsbrucker Kongreßhaus (Congress genannt) bietet sich nicht nur für Kongresse an sondern auch für Musikveranstaltungen jeglicher Art. Im bis auf den letzten Platz gefüllten Saal Tirol hat die Mühlauer Sängervereinigung ihr Herbstkonzert gegeben unter dem Motto „Musikalische Expedition ins Tierreich“. Zu den einzelnen Musikstücken sind passende Bilder auf die Leinwand über der Bühne geworfen worden. Der Steinbock hat wunderbar zu „Die Stoanböck’“ (zum Chor hat die Familienmusik Waldauf gespielt) gepaßt. Eine ganz tolle Idee ist mit viel Aufwand verwirklicht worden, der gewaltige Beifall hat nicht enden wollen.. Das nächste Herbstkonzert - ebenfalls im Innsbrucker Kongreßhaus - findet am 24. November 2018 statt.

 

 

 

 

 

 

Vom Kongreßhaus schweift der Blick nach Norden auf die Nordkette, die über die Hungerburgbahn, eine Standseilbahn, und zwei Sektionen einer Seilschwebebahn zu erreichen ist. Während der am Nordhang über Innsbruck gelegene Alpenzoo, der höchste Zoo der Alpen, mit großen Reisebussen nicht angefahren werden kann, stellt die seit 2. Dezember 2007 im Betrieb befindliche neue Standseilbahn eine ideale Verbindung dar.

 

 

 

  

  

 

 

Der Zoo beherbergt ausschließlich Tiere der Alpen, die auch mit Erfolg gezüchtet werden. „Zu Lande, im Wasser und in der Luft“ können die Tiere bewundert werden. In den großen Aquarien tummeln sich Fische der großen Alpenflüsse des Donausystems (Inn - Salzach - Enns - Mur - Drau), die Waldrappen fühlen sich genauso wohl wie die Bären. Die „bayerische Schönheit“, das Murnau-Werdenfelser Rind, gibt es leider nur noch in wenigen Exemplaren.

 

   

 

 

 

 

Auf der anderen Seite des Inntals das Schloß Ambras, in dessen Schloßpark am 15. August das traditionelle Renaissancefest stattgefunden hat. Die große Wiese ist stundenlang von buntem Treiben erfüllt gewesen. So haben Gaukler, Jongleure, Fahnenschwinger und Stelzengeher einander abgewechselt. Wer zwischendurch die Ruhe hat genießen wollen, hat sich zum Teich begeben, um dort Fische zu füttern oder den bedächtigen Schildkröten zuzuschauen.        

 

 

      

 

 

 

Aber nicht nur im Park des Schlosses Ambras und im Hofgarten kann der Erholungssuchende Ruhe finden. Für Ruhe und Erholung genügt es in meinem schönen Heimatland Tirol, beispielsweise aus Innsbruck hinauszufahren, wobei nicht einmal das eigene Kraftfahrzeug verwendet werden muß. Mit der Eisenbahn, mit einem Linienbus, sogar mit der Straßenbahn und dann natürlich auch mit der Standseilbahn kann jeder Erholungsraum erreicht werden. Also: Die spektakuläre Verbindung von Stadt und Hochgebirge nützen und etwa mit der Standseilbahn vom Innsbrucker Kongreßhaus auf die Hungerburg und weiter mit der Seilbahn auf die Seegrube und dann auf das Hafelekar fahren. Wer aber auf der Seegrube bleiben will, befindet sich bereits in 1.905 m Höhe und damit in klarer und schadstoffarmer Gebirgsluft weit über dem Inntal. Im Freien und mit Blick auf das Inntal schmeckt dann eines der bekanntesten Gerichte Österreichs, nämlich das Wiener Schnitzel, doppelt gut.

 

 

 

       

 

 

Wer nicht so hoch hinaus will, kann bereits in Mittelgebirgslagen gute Luft und die Verbindung von Natur und Sport erleben. In Wildmoos trifft der Wanderer auf Golfspieler und weidende Rinder, auf dem Mieminger Plateau auf Gänse, allerdings noch einige Zeit vor Martini. Überall aber der Blick auf die herrlichen Tiroler Berge.

 

 

   

 

 

Zur Abwechslung wieder ins Kunsthistorische. Die Kirche auf dem Mieminger Plateau weist - wie viele andere barocke oder barockisierte Kirchen - auf dem Turm eine Zwiebel auf. Vielfach stechen aber auch zwei Zwiebeln ins Auge, wie beispielsweise auf dem Turm der den Heiligen Drei Königen geweihten Pfarrkirche von Nassereith. Meinen Gästen habe ich den erholsamen Blick über den ruhig schimmernden See auf eine der größten Dorfkirchen Tirols vermitteln können.

 

 

 

 

  

 

 

Für 2018 habe ich vor, meinen Gästen zumindest eine Tiroler Dorfkirche mit drei Zwiebeln (eine absolute Seltenheit!) zu zeigen. 2017 habe ich aber schon eine Rarität ersten Ranges, nämlich die einzige noch erhaltene Zunftkirche Österreichs, vorstellen können.

 

In Bichlbach im Bezirk Reutte ist die Zunftkirche St. Josef  d a s  Ziel von Kunst- und Kirchengeschichtlern. Nicht nur die Widmung als Zunftkirche (für Zimmerleute, Maurer, Maler und Stuckateure) ist einmalig. Ganz, ganz selten ist auch die Darstellung des Christus, der am Kreuz vom Scheitel des Triumphbogens über dem 10 m hohen vergoldeten Hochaltar hängt. Der Bildhauer des Tiroler Barock Josef Thamasch (1639 - 1697) hat den Blutheiland, dessen Körper von Wunden übersät ist und aus denen Blut strömt, geschaffen.

 

 

 

  

 

 

Der Bezirk Reutte hat aber ansonsten aus unserer Geschichte unendlich viel zu bieten. Für den Hauptort, den Markt Reutte, sind zahlreiche mit Lüftlmalerei geschmückte Bürgerhäuser ganz typisch. Das Grüne Haus am Untermarkt beherbergt das Heimatmuseum mit seinen kultur- und kunstgeschichtlichen sowie volkskundlichen Sammlungen.

 

Die Burgenwelt Ehrenberg und die Highline 179 sind  d i e  Besuchermagneten nahe Reutte, deren Besuch geradezu verpflichtend ist.

 

 

 

  

 

 

Die Burgenwelt Ehrenberg besteht aus den Burgen Ehrenberg, Schloßkopf und Fort Claudia sowie der Zollstation (Klause) im Tal. Beim Besucherzentrum im Tal befinden sich die Ausstellung „Der letzte Wilde“ über den Naturpark Lech und das Erlebnismuseum „Dem Ritter auf der Spur“. Hinter der Klause führt ein Fußweg zur Burgruine Ehrenberg hinauf, wobei etwas unterhalb derselben die 406 m lange Fußgänger-Seilhängebrücke Highline 179 beginnt. Sie ist die „Längste Fußgängerhängebrücke der Welt im tibetischen Stil“ und führt auf die andere Talseite hinüber zum Fort Claudia. Ihren Namen hat die Brücke von der Bundesstraße 179, die sie überquert. Durch ihren Glasboden kann bis zum Talboden, nämlich maximal 114 m, geblickt werden.

 

Derzeit führt nur ein steiler Weg hinauf zur Hängebrücke. Es bestehen aber bereits Pläne für einen Schrägaufzug, sodaß es nach deren Verwirklichung jedermann möglich sein wird, die Brücke mit Leichtigkeit zu erreichen und über diese auf die andere Talseite zu gelangen.

 

Bei jüngst begonnenen Grabungsarbeiten im Zuge der Sanierung des 1730 erbauten Hornwerkes im Schloßanger auf Burg Ehrenberg sind überraschend gut erhaltene Originalteile des barocken Haupteingangsportals entdeckt worden. Die originale Rekonstruktion des Eingangsportals ist bereits in Angriff genommen worden..

 

Im Erlebnismuseum wird der Besucher vielfältig informiert. Pläne und alte Ansichten vermitteln Lage und Ausbau der seinerzeit stärksten Grenzbefestigung Tirols. Minnesang, Ritterwesen und die Kreuzzüge geben Einblick in Heimat-, Reichs- und Kirchengeschichte. Die Darstellung von Schloß Neuschwanstein belegt das Naheverhältnis des Königreichs Bayern zur Gefürsteten Grafschaft Tirol, ist doch der Märchenkönig Ludwig II. oft „herüber“ gekommen.

 

 

  

 

 

 

Neben der Kultur hat der Bezirk Reutte aber unendlich viel an Erholungsmöglichkeiten zu bieten. So ist der Heiterwanger See, der durch einen Kanal mit dem Plansee verbunden ist, nicht nur zum Baden ein Ziel. Bei Rundfahrten mit den Ausflugsschiffen kann in Ruhe die Landschaft der Umgebung genossen werden. 

 

 

 

Zurück ins Inntal. Aus dem Innsbrucker Veranstaltungsleben nicht mehr wegzudenken - nur 2016 ausgefallen wegen der Ausbauarbeiten am Flughafengebäude - ist das Flughafenfest. Der 26. Oktober ist ja in Österreich Feiertag, wobei fast immer herrlicher Sonnenschein und angenehme Temperaturen herrschen. Etwa 30.000 Besucher sind 2017 zum Innsbrucker Flughafen geströmt, um Fluggeräte verschiedenster Art zu besichtigen sowie Flugvorführungen zu bestaunen. Selten kann man sonst einen Eurofighter des Österreichischen Bundesheeres so nah sehen oder auch einen Schweizer Modellhubschrauber. Brandbekämpfung aus der Luft und ein Polizeieinsatz der Spezialeinheit Kobra sind demonstriert worden.

 

  

 

 

Der spätherbstliche Besuch der Swarosvki Kristallwelten in Wattens leitet schon in die Vorweihnachtszeit über. Fast in jeder Ortschaft können Weihnachtsmärkte aufgesucht werden, wobei die sechs Weihnachtsmärkte in Innsbruck 2017 wieder einen Ansturm von weit über einer Million begeisterter Besucher haben verkraften müssen. In Seefeld ist auf die Nordische Schiweltmeisterschaft 2019 verwiesen worden; bei unserem Besuch sind noch 426 Tage bis zu diesem Großereignis (19. Februar bis 3. März 2019) gewesen. Seefeld kann auf seine  Olympia- als auch Weltmeisterschaftserfahrung zurückgreifen.

 

 

  

 

 

 

Da in Tirol schon frühzeitig genügend Schnee gefallen ist, hat das erste Weltcuprennen der Schisaison 2017/18 planmäßig durchgeführt werden können. Strahlende Siegerin im Riesentorlauf von Sölden ist Viktoria Rebensburg aus Bayern gewesen. Der zweite Tag der Veranstaltung in Sölden, der Riesentorlauf der Herren, ist den Unbillen des Wetters zum Opfer gefallen.

 

 

 

 

 

 

Im Herbst hat es geheißen Abschied nehmen von der „alten“ Patscherkofelbahn, die jahrzehntelang Wintersportler und Bergwanderer, ganz allgemein also Erholungssuchende, sicher befördert hat. Eine „neue“ Bahn, nämlich eine Einseilumlaufbahn, ist errichtet worden. Ich habe mit einigen Innsbrucker Gästen noch eine der letzten Sonderfahrten mit etwas Wehmut mitgemacht, hat nämlich Altbekanntes - so wie die „alte“ Hungerburgbahn - offensichtlich modernerer Technik weichen müssen. Die Bobbahn wird man von der „neuen“ Bahn aus nicht mehr sehen, der Blick nach Nordwesten zur Zugspitze wird aber gleich bleiben.

 

 

 

 

  

 

 

 

Das Reisejahr 2017 habe ich ausklingen lassen mit einer wunderbaren Dampfzugfahrt von Jenbach nach Mayrhofen. Normal dauert diese Fahrt 1 Stunde und 33 Minuten, also 93 Minuten.  Der Urknall zu Silvester hat 3 Stunden und 27 Minuten gedauert, also 207 Minuten. Weshalb diese doch extrem lange Zeit für 32 Kilometer? In jeder Station ist der geschmückte Sonderzug von unendlich vielen fröhlich gestimmten Menschen und mit Musik empfangen worden, es hat Sekt und Brötchen gegeben. Eine ganz tolle Stimmung hat im überlangen Zug und in den Stationen geherrscht. In Mayrhofen sind wir von der dortigen Musikkapelle mit dem Bozner Bergsteigermarsch empfangen worden. Und in einem ganz feinen Hotel dann noch ein verspätetes mehrgängiges Mittagessen mit einem Prosit-Neujahr.

 

 

 

  

 

 

 

 

 

Ich würde mich freuen, würde der eine oder andere Tirol-Besucher meine Erlebnisschilderungen als Anregung für Unternehmungen auf eigene Faust ansehen, wobei das jeweils zuständige Tourismusbüro sicherlich jede notwendige Information geben kann. Ich wiederhole aber, worauf ich in den drei vergangenen Jahren bereits hingewiesen habe:

 

Für mich als Reiseleiter und Fremdenführer, der in ganz Österreich (und seit Mai 2015 auch in Südtirol) führen darf, spielt es also keine Rolle, wohin eine Reise geht - überall gibt es Schönes und Interessantes zu zeigen, sowohl in der Heimat als auch fern von dieser. Ich habe aber sowohl Freude mit der Betreuung einer größeren Gruppe als auch mit Erlebnissen, die ich Familien, Ehepaaren oder auch Einzelpersonen in meiner Heimat bieten kann.

 

Ihr Reiseleiter Dieter Roschmann