Puccini - Festspiele Torre del Lago

 

Der Erfolg der vorjährigen Toskana-Reise hat mich ermutigt, meine Gästen heuer in Torre del Lago Puccini wieder in den Genuß einer Freilichtaufführung kommen zu lassen. Während es im Vorjahr Puccinis ‚La Bohème’ gewesen ist, steht heuer die Oper ‚Madame Butterfly’ dieses großen italienischen Komponisten auf dem Programm. Lassen wir uns aber auch auf dieser Reise nicht nur musikalisch verwöhnen, erkunden wir von Montecatini Terme aus ausgewählte Teile der Toskana, ohne aber Gemütlichkeit sowie gutes Essen und Trinken außer Acht zu lassen.
 


 

Am 16. August 2oo6 entführe ich Sie somit für fünf Tage in  d i e  italienische Region, die einstmals Zentrum europäischer Kunst und Kultur gewesen war. Unser Interesse gilt daher nicht nur Giacomo Puccini und seiner Musik sondern ganz allgemein allem Schönen und Interessanten, seien es die wunderbaren Städte Pisa und Lucca, sei es die intensive Beschäftigung mit dem Universalgenie Leonardo da Vinci, seien es die Spaziergänge im Barockgarten der Villa Garzoni oder im Pinocchio-Park, sei es allein schon der Aufenthalt in einer lieblichen Landschaft oder sei es ‚nur’ eine geruhsame Schiffahrt.

Von unserem Standorthotel in Montecatini Terme aus, in dessen Schwimmbad auf der Dachterrasse wir uns zwischendurch erholen können, unternehmen wir die Ausflüge zu den jeweils relativ nahe gelegenen Zielen, wobei wir aber die Besichtigung dieses noblen Kurortes nicht versäumen wollen. So wollen wir insbesondere mit der bewußt recht altertümlich gehaltenen Standseilbahn nach Montecatini Alto hochfahren, um von dort die phantastische Aussicht zu genießen.
 


 

Schon während der Reise in die Toskana, insbesondere aber während der Fahrt nach Torre del Lago Puccini am Massaciuccoli-See, wo der Meister durch Jahrzehnte gelebt hat, plaudern wir über Musik im allgemeinen und Giacomo Puccini im besonderen, wobei ich Ihnen ausgewählte Musikbeispiele bringe. Vor der Freilichtaufführung seiner Oper ‚Madame Butterfly’ können wir bei einer Schiffahrt auf dem See die Seele so richtig baumeln lassen. Dann aber soll uns die Aufführung in ihren Bann ziehen, genießen wir also nicht nur die bezaubernde Musik sondern den Gesamteindruck der Inszenierung vor dem Hintergrund des vom Mond beschienenen Sees.

Das Bild von Giacomo Puccini runden wir in Lucca, der Geburtsstadt des Komponisten, ab. Es gilt aber nicht nur sein Geburtshaus aufzusuchen sondern im Zentrum der Stadt durch schmale und verwinkelte Gassen zu bummeln, den Eindruck der großteils romanischen Kirchen zu genießen und etwa im Dom San Martino Tintorettos ‚Abendmahl’ auf uns wirken zu lassen. Was wäre aber ein Besuch von Lucca ohne einen Spaziergang auf dem die Altstadt umgebenden Wall oder einen Aufenthalt auf dem ovalen Marktplatz, der an das römische Amphitheater erinnert? Ganz gleich, wo wir uns befinden, nie ist eine Kirche weit weg.
 


 

In Pisa ist natürlich der ‚Platz der Wunder’ mit Dom, Baptisterium, Schiefem Turm und dem Friedhof der Hauptanziehungspunkt, doch wollen wir abseits von diesem Touristenmagneten noch durch diese interessante Stadt streifen und so manche bautechnische Besonderheit in Augenschein nehmen. Daß wir natürlich Dom und Baptisterium auch von Innen besichtigen ist genauso selbstverständlich wie die Erforschung des architektonisch hochinteressanten Friedhofsgebäudes mit seinen Fresken.
 


 

Der Besuch bei einem Mann, der ohne Übertreibung als ‚uomo universale’ bezeichnet werden kann, ist nicht nur für technisch Interessierte hoch interessant. Wir beschäftigen uns eingehend mit Leonardo da Vinci.

Inmitten von ausgedehnten Olivenhainen liegt die kleine Stadt Vinci, in deren mittelalterlicher Burg wir die Modelle des großen Erfinders bestaunen und vieles aus seinem Leben und Wirken in Erfahrung bringen können. Auch wenn Leonardo da Vinci in erster Linie durch die ‚Mona Lisa’ und das ‚Letzte Abendmahl’ Weltruhm erlangt hat, so ist er auch als Bildhauer, Architekt, Kunsttheoretiker und Naturforscher sowie als Mechaniker und Konstrukteur tätig gewesen, was uns im Museum deutlich vor Augen geführt wird
 


 

Der Barockgarten der Villa Garzoni ist sicherlich nicht so bekannt wie etwa der Schiefe Turm, bietet aber Erholung pur. Bestaunen Sie etwa die Wasserkaskaden oder beobachten Sie weiße und schwarze Schwäne auf den streng nach Plan angelegten Wasserflächen. Und fühlen Sie sich dann im Pinocchio-Park in Ihre Kindheit zurückversetzt, durchstreifen Sie dieses kleine Wunderland und krabbeln Sie etwa dem gewaltigen Wal ins Maul.
 


 

Die drei vollen Tage in der Toskana werden Sie als Erholung für Leib und Seele empfinden, auch auf der Rückfahrt in die Heimat wird uns der Gesprächsstoff nicht ausgehen. Die Eindrücke wollen erst einmal verarbeitet werden, die Musik Puccinis wird genauso in Ihnen weiterklingen wie die Erinnerung an die ‚Pisanische Romanik’ oder das Eindringen in die Erfindungen Leonardo da Vincis Sie begleiten werden.