Toskana  im  Herbst 

 

Die Toskana ist mehr als eine von zwanzig italienischen Regionen, sie ist mehr als ein Urlaubsgebiet mit Stränden und Yachthäfen, mit Schigebieten und Thermalquellen, mit alten Städten, Schlössern und Klöstern sowie mit Olivenbäumen und Weinstöcken. Auch wenn sie mit alledem gesegnet ist, so ist doch das Wesentliche, daß sie eine Kultur-Landschaft ist, in jeder Hinsicht in einem Zeitraum von zweieinhalb Jahrtausenden von Menschenhand geprägt. Es ist denkunmöglich, eine derart begnadete Gegend in nur vier Tagen zu erforschen. Trotzdem werde ich versuchen, einiges von deren Reiz zu vermitteln. Begleiten Sie mich doch am 11. November 2o11 auf einem Kurzbesuch in diese italienische Region, die natürlich auch im Herbst ihre Anziehungskraft hat.

Auf privaten Reisen habe ich Land und Leute kennengelernt und dann als Reiseleiter seit dem Jahre 1997 regelmäßig, manchmal sogar mehrmals im Jahr, die Toskana besucht. Wollen wir also gemeinsam Schönes, Interessantes und Typisches herauspicken.

Die Anreise erfolgt von Tirol nach Süden, wobei wir auf der Autobahn rasch in der Poebene sind. Nach dem Mittagessen im Raum Parma überqueren wir den Apennin und erreichen unser ****Standorthotel im Raum Pisa.

Am zweiten Reisetag werden wir von einem örtlichen Führer begleitet. Der Vormittag ist der Erforschung von Pisa gewidmet, wobei wir in Geschichte und Gegenwart dieser seinerzeit am Meer gelegenen Stadt eingeführt werden. Ein ausführlicher Aufenthalt auf dem 'Campo dei Miracoli' bringt uns Dom und Baptisterium sowie den 'Schiefen Turm' und den Camposanto nahe. Das historische Pisa besteht aber nicht nur aus dem 'Feld der Wunder' sondern birgt noch unendlich viele weitere Sehenswürdigkeiten, wovon wir uns überzeugen können.

Nach dem beeindruckenden Aufenthalt in Pisa fahren wir nach Lari und besuchen eine Nudelfabrik. Weiter geht es nach Pietrasanta, die nach Carrara 'zweite Marmormetropole'. Dort bewahrt das originelle 'Museo dei Bozzetti' Bearbeitungsstufen von Kunstwerken aus Marmor oder Bronze auf, doch können wir neben Modellen zeitgenössischer Originale auch solche sehen, die für die Reproduktion klassischer Skulpturen, wie etwa von Michelangelo, verwendet worden sind.

Nach dem Besuch einer Kaffeerösterei wollen wir in Pietrasanta noch den Dom San Martino mit seiner Marmorfassade und die Misericordia-Kirche mit ihren wunderbaren Fresken aufsuchen, bevor wir uns mit einem landschaftstypischen Abendessen verwöhnen lassen.

Auch am dritten Reisetag werden wir von einem örtlichen Führer begleitet. Ganz gemütlich verbringen wir den Tag auf einem Landgut inmitten der für die Toskana so typischen Landschaft, für die die Oliven seit Menschengedenken Bestandteil sind. Wir werden mit der Herstellung des kaltgepreßten Olivenöls bester Qualität (extra vergine) vertraut gemacht und dürfen sogar bei der Olivenernte mithelfen. Beim gemütlichen Mittagessen können wir Olivenöl verkosten und uns an Wein und Bruschetta gütlich tun. Nach dem Besuch einer Ölpresse fahren wir gemütlich durch die herrliche toskanische Landschaft zurück in unser Hotel, wo uns wieder ein feines Abendessen erwartet.

Für die Rückreise wählen wir eine andere Fahrstrecke, um weitere landschaftliche Schönheiten des Apennin kennenzulernen. Nach Möglichkeit werde ich noch in der Toskana ein 'Schmankerl' einbauen; auf jeden Fall werden wir aber zu Mittag in der Region Emilia-Romagna durch Modena bummeln und eine der schönsten romanischen Kirchenbauten Italiens, nämlich den Dom San Geminiano, bewundern. Abgesehen davon, daß - so wie in Pisa - das historische Zentrum von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden ist, ist noch eine Gemeinsamkeit mit der toskanischen Stadt festzustellen: Der Kampanile des Doms ist ebenfalls 'etwas schief'.  Sollte es die Zeit zulassen, lohnt der Aufstieg - der herrliche Panoramablick entschädigt für diese Mühe.

Die weitere Heimreise erfolgt dann Richtung Norden vorbei an Mantua und Verona und über den Brennerpaß. An landschaftlich schöner bzw. kunsthistorisch interessanter Stelle versammeln wir uns zum Gruppenbild, das ich mit weiteren Aufnahmen von dieser Reise in meinen Rückblick gebe.